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Dr. med. Ulrich Göhmann

Facharzt für Orthopädie und Kinderorthopädie

Unser kinderorthopädisches Leistungsspektrum

Das Hauptaugenmerk ist auf die „schiefen“ Kinder gerichtet, die (wissenschaftlich bislang noch umstrittene) “KISS”- bzw. “KIDD” Symptomatik. (links auf “KISS/KIDD”). Dazu gehören vor allem die asymmetrischen Säuglinge und Kleinkinder. Aber auch Gangauffälligkeiten, neurologische oder sogar HNO Symptomatik bis hin zur Störung des Kau-Kiefer Systems (im Sinne einer CMD) sind sehr häufig eng mit funktionellen (manualtherapeutischen) Störungen verbunden.

Selbstverständlich wird aber das gesamte kinderorthopädische Spektrum in meiner Praxis abgedeckt. So zählen auch die Diagnostik von Hüftpathologien einschließlich der Säuglingssonographie (U3) und die Behandlung einer Hüftgelenksdysplasie zu meinem Leistungsspektrum, ebenso natürlich die Diagnostik und Therapie von Fuß- und Wirbelsäulenfehlstatik sowie angeborenen Fehlbildungen.

KISS - Kopfgelenk-Induzierte Symmetrie-Störung

Der Begriff KISS steht für Kopfgelenk-Induzierte Symmetrie-Störung. Es handelt sich hierbei nicht um eine universitäts-wissenschaftliche Diagnose, weil keine doppelblind randomisierten, placebokontrollierte Studien vorliegen - s. Praxis.

Er macht auf Zusammenhänge zwischen dem Auftreten von Fehlfunktionen insbesondere am oberen Wirbelsäulenpol (Kopfgelenke) sowie der Entstehung von Entwicklungsstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter aufmerksam.

Wenn daraus Entwicklungsstörungen resultieren, können sie vielschichtig sein und sind für sich allein genommen noch nicht typisch für eine KISS-Symptomatik. Erst die Kombination von derartigen Auffälligkeiten lässt daran denken. Daher sollten betroffene Säuglinge und Kleinkinder immer beim Kinderarzt vorgestellt und diesbezüglich untersucht werden.

Viele Säuglinge reagieren mit Haltungsauffälligkeiten. Einige liegen wie ein "C" im Bettchen und schauen vermehrt in eine Richtung. Dadurch kommt es ggf. zu einer asymmetrischen Schädelform. Manchmal kann man eine gewisse Asymmetrie des Gesichtes erkennen (eine Gesichtshälfte erscheint kleiner) = KISS I. Andere strecken sich nach hinten durch ("Flitzebogenhaltung"), um der Einschränkung beim Drehen auszuweichen (KISS II) und reiben dadurch die Haare am Hinterkopf etwas ab ("KISS-Fleck").

Manche Säuglinge weisen kombinierte Haltungsstörungen auf (z.B. Kopf einseitig gedreht und überstreckt), meist ist aber eine Komponente führend.
Durch Fehlhaltungen können auch motorische Auffälligkeiten entstehen: das Kind durchläuft die Meilensteine der Säuglingsentwicklung verspätet oder in weniger optimalen Mustern. Manche Kinder überspringen entsprechende Stadien sogar oder ersetzen beispielsweise das Krabbeln durch "Po-Rutschen".
Ähnliche Entwicklungsauffälligkeiten können isoliert aber auch als Variante der Norm auftreten.

Oft bestehen sogenannte vegetative Symptome in unterschiedlichster Form. So berichten zahlreiche Eltern über abendliche Schreiattacken ihrer Kinder, andere Säuglinge spucken vermehrt, sabbern viel oder es treten Stillprobleme auf. Einige schlafen schlecht und machen selbst nach dem ersten Geburtstag die Nacht zum Tag. Manche Babys sind wiederum ganz "brave" Kinder und fallen nur auf, weil sie "bewegungsfaul" sind und motorische Entwicklungsrückstände bestehen.

Das Konzept der Kopfgelenk-Induzierten Symmetriestörung soll auf den Zusammenhang von Wirbelsäulenfehlfunktionen und Abweichungen von der normalen Säuglings- und Kleinkindentwicklung hinweisen. Meines Erachtens werden derartige Zusammenhänge immer noch unterschätzt. Wenn im Einzelfall ein solches Phänomen nachgewiesen werden kann, bietet die Manuelle Therapie nach meiner mehr als 20-jährigen Erfahrung eine einfache und risikoarme Behandlungsmöglichkeit - deren Erfolg ist aber leider noch nicht durch streng wissenschaftliche, doppelblind randomisierte Studien belegt.

Aufgrund der Bestimmungen des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) sei angemerkt: Die angesprochenen Symptomatiken "KISS" und "KIDD" sind umstritten und werden in der Wissenschaft in ihrer Bedeutung und Tragweite nicht einheitlich beurteilt. 

Die Therapie der Manuellen Medizin wird in der Wissenschaft auch nicht einheitlich gesehen und ist somit ebenso umstritten. Es liegt diesbezüglich noch keine randomisierte placebokontrollierte Doppelblindstudie vor (an der wir seit 3 Jahren arbeiten), wie es die höchstrichterliche Rechtsprechung bei gesundheitlichen Wirkaussagen fordert nach dem Heilmittelwerbegesetz (Gleiches gilt übrigens auch für viele andere Therapien wie Gipsbehandlung bei Knochenbruch und viele medikamentöse Behandlungen bei Kindern - juristische und medizinische Betrachtungsweisen unterscheiden sich offenbar !)

KIDD - Kopfgelenk-Induzierte Dysgnosie und Dyspraxie

Im Vorschul- und Schulalter warten viele neue Herausforderungen auf unsere Kinder. Die fein- und grobmotorischen Anforderungen steigen, der Umgang mit Pinsel und Buntstiften muss gemeistert werden, Ballfangen, Einbeinstand, Roller- und Fahrradfahren sollen erlernt werden. Noch schwieriger wird es dann beim Hampelmannsprung. Darüber hinaus werden zunehmend auch Wahrnehmungen aus den unterschiedlichsten Bereichen, Erinnerungen und anderem mehr zu einem großen Ganzen. Es entwickelt sich beispielsweise das räumliche, mathematische und zeitliche Vorstellungsvermögen.

Werden solche komplexen Entwicklungsetappen gestört, können komplexe und uneinheitliche Auffälligkeiten resultieren.

Dementsprechend vielfältig sind die diagnostischen und therapeutischen Ansätze. Dabei kann ein und dieselbe Grundproblematik im Einzelfall sehr unterschiedliche Symptome hervorrufen. Im Laufe der letzten Jahre hat sich gezeigt, dass auch Funktionsstörungen der oberen Halswirbelsäule hierbei eine wichtige Rolle spielen können.

Dysgnosie und Dyspraxie sind im weitesten Sinne Formen von Wahrnehmungs-störungen, die das Erlernen von Bewegungsabläufen beeinträchtigen oder das Aufrufen von bereits gelernten Bewegungsabläufen verhindern. So kann beispielsweise das Kind die mühsam am Vortag geübten Zahlen am Folgetag wiederum nicht zu Papier bringen. Wir gehen davon aus, dass Funktionsstörungen des oberen Wirbelsäulenpols (Kopfgelenke) für eine derartige Problematik verantwortlich sein können - der obere Wirbelsäulenpol ist also möglicherweise nicht nur für Haltung und Bewegung verantwortlich, sondern auch für die Wahrnehmungsverarbeitung.

Wir vermuten, dass eine unbehandelte KISS-Säuglingsproblematik auch später Entwicklungsstörungen nach sich ziehen kann, aber nicht muss … (siehe KISS).

Auch hier sei erneut darauf verwiesen, dass die angesprochene Symptomatik streng wissenschaftlichen Studien (noch) nicht standhält (also keine doppelblind randomisierten Studien vorliegen).

Aufgrund der Bestimmungen des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) sei angemerkt: Die angesprochenen Symptomatiken "KISS" und "KIDD" sind umstritten und werden in der Wissenschaft in ihrer Bedeutung und Tragweite nicht einheitlich beurteilt. 

Die Therapie der Manuellen Medizin wird in der Wissenschaft auch nicht einheitlich gesehen und ist somit ebenso umstritten. Es liegt diesbezüglich noch keine randomisierte placebokontrollierte Doppelblindstudie vor (an der wir seit 3 Jahren arbeiten), wie es die höchstrichterliche Rechtsprechung bei gesundheitlichen Wirkaussagen fordert nach dem Heilmittelwerbegesetz (Gleiches gilt übrigens auch für viele andere Therapien wie Gipsbehandlung bei Knochenbruch und viele medikamentöse Behandlungen bei Kindern - juristische und medizinische Betrachtungsweisen unterscheiden sich offenbar !)